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Bei
der Kommunalwahl 2008 ging es
um Stimmen für eine Partei, die gegen sie wirkten.
Pech gehabt? Das geht jeden an, hatte
es doch vor der Wahl in Ellerau einen „Kreuzzug“
gegeben: "Ein Kreuz ist genug", riet eine Partei ihren Wählern.
Die zweite Stimme aber entschied über die Zusammensetzung des
Gemeinderates.
Die
Gemeinderäte
der CDU waren mit zahlreichen Anhängern aus der CDU ausgetreten und
hatten eine neue Fraktion AE gebildet.
Die CDU in Ellerau wurde neu gegründet unter dem Vorsitz eines
Neumitgliedes mit
politischer
Erfahrung.
Was der den
Einen vorwarf, hatte er in der
Vergangenheit längst selbst geprobt.
Er verließ 1990 die CDU, trat der FDP bei und bekämpfte die CDU
heftig.
In 9 von 10 Wahlkreisen errang
die AE Direktmandate, in der Liste hat sie verloren. Die CDU errang
noch 13,9 %
der Wählerstimmen, errang kein Direktmandat.
Nach 17 Jahren Pause
führte
der neue CDU-Vorsitzende als
Neumitglied
die CDU Ellerau
in die Pleite. Er erzielte zwei
Mandate (von 24), zusätzlich erhielt er ein Ausgleichsmandat. Mit
seinen
Stimmen wählte er den
SPD
Bürgermeister
ins Amt. Inzwischen ist ihm ein
Sitz wieder abhanden
gekommen. Derzeit ist aus der Neugründung seines Vorstandes nur noch ein gewähltes
Vorstandsmitglied an seiner Seite.
Nichts ist unmöglich
in Ellerau...
Es
war zu Missstimmung gekommen, nicht nur wegen der erklärten
Ziele
der CDU. So fehlte ein
Schaukasten und auch Schilder.
Schlimmer
wog der freundliche Empfang der CDU-Mitglieder aus
Norderstedt. Zu Verrätern erklärte der neue Vorsitzende
CDU-Mitglieder, weil sie Freunde aus Norderstedt gastlich bewirteten. Und dann noch das Internet:
Gepflegt, mit aktuellem Aus-, Licht- und Weitblick, nein, das sei politischer Arbeit
der CDU in Ellerau nicht zuträglich, ließ er verlauten.
Trotz der Beteuerungen alles in Untätigkeit auszusitzen zu wollen, ist der Wahlkampf
doch noch in Gang gekommen.
Mit Wahlplakaten so voll gepflastert
war die Sicht in Ellerau noch nie.
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Die
Wähler mochten es nicht glauben, Erststimmen allein entscheiden
nicht über
Mehrheiten.
Das musste die AE schmerzlich erfahren.
Zusammenarbeit war nicht Thema für
den neuen CDU-Vorsitzenden.
Für seine von ihm kalt gestellten Ritter
hatte er nichts übrig.
Wahlbriefe hatten die Gemüter bewegt, die Ruhe war
dahin.
Den Wählern auf Wahlplakaten und Briefen anzuraten, wohin „Kreuze“ zu machen oder aber nicht zu
machen seien, das löste erhebliche Diskussion aus.
Es war den Parteien nicht gelungen zu vermitteln, dass Erst- und Zweitstimmen zu teilen
seien, oder auf eine Stimme sogar zu verzichten sei. Doppelkreuze aus Erst- und
Zweitstimme des Wählers
zählen eben nicht doppelt. Am
Ende entstanden Ausgleichsmandate und die Verlierer der Wahl wurden
zu
Gewinnern. Die Auswertung ist umstritten und wurde inzwischen für
verfassungswidrig erklärt.
Im
Wahlkampf wurden „kleine
Brötchen“ unter den Wählern in
Ellerau verteilt. Die gingen weg wie warme Semmel. Kleine Brötchen
kommen in Ellerau besonders gut an. Angesichts
des praktischen Nährwertes dieser Aktion, blieben Versprechen der
„Großen“ am Rande. Es wurden 360
Brötchen verteilt. Weit
mehr als die Hälfte der Interessenten an den „Rundstücken“ kamen aus
Quickborn. So unterstützt Ellerau
mundgerecht
die Quickborner
Politik.
Bleibt für den Wähler in Ellerau zu
hoffen, dass sich die großen Volksparteien besinnen.
Eva im Paradies hatte großen Erfolg mit Äpfeln bei Adam. So hätte die Spitzenkandidatin
der CDU die Idee aufgreifen
können und mit Äpfeln antreten sollen. Der
Wähler und die Politik werden erkennen: Jeder hat sein eigenes Kreuz zu
tragen.
Der neuen
Gemeindevertretung wünscht viel Erfolg
Rolf Schröder
http://www.nordc.de/seiten/chronik.de
neues Projekt:
www.4-generationen-DORF.de
Christlich
Demokratisch
Universal
nach der Wahl...
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